Der Pokal-Traum von FASS lebt. Bei den Crocodiles Hamburg gewinnen die Berliner in der Overtime mit 2:3 (0:0, 1:1, 1:1, 0:1) und wahren ihre Chance auf den Halbfinaleinzug. Am Sonntag (01.11.26, 19:00 Uhr) will Headcoach Patrick Pohl mit seinem Team nachlagen, wenn die Luchse Lauterbach ins Erika-Heß-Eisstadion kommen.
Das Spiel
FASS musste im Vergleich zur Vorwoche auf Bryan Heinicke und Dennis Thielsch verzichten. Dafür war nach längerer Pause Moritz Miguez wieder mit von der Partie.
In den ersten 20 Minuten erspielten sich die Nordberliner ein klares Übergewicht, scheiterten aber an Lindroos im Hamburger Kasten. Große Aufregung gab es in der 7. Minute, als Aleksej Abramov mit 5+5+20 Strafminuten zum Duschen geschickt wurde. Die Schiedsrichter ahndeten damit einen Crosscheck mit anschließender Rangelei.
Im zweiten Drittel zeigte sich ein ähnliches Bild. FASS blieb spielbestimmend, traf aber das Tor nicht – bis Gregor Kubail im PowerPlay aus halbrechter Position flach zur Führung einschoss (34.). Lange hilet die Freude aber nicht. Bruns zog nach einem geblockten Schuss alleine aufs Berliner Tor zu und überwand den starken Marks Slavinskis-Repe zum 1:1 (36.).
So haderte FASS mit dem Spielstand nach 40 Minuten, zumal Hamburg im Schlussabschnitt stärker wurde. Rakell (44.) brachte sein Team mit einem platzierten Schuss sogar auf die Siegerstraße. Obwohl die Berliner alles in die Waagschale warfen, hatten sie nun nur wenige klare Chancen, sieht man von einer zweiminütigen doppelten Überzahl ab, die ungenutzt blieb. Patrick Pohl zog seinen Torwart bereits knapp zwei Minuten vor Spielende zugunsten eines sechsten Skaters. Natürlich hatten auch die Crocodiles jetzt ihre Chancen, sie spielten sich sogar ins Berliner Drittel vor, trafen aber das leere Tor nicht. So kam FASS zur allerletzten Chance – und nutzte sie. 4,6 Sekunden vor der Schlusssirene brachte Kapitän Tom Fiedler die Scheibe zum umjubelten Ausgleich über die Linie. Auch unsere Fotografin Zaide drückte hier im richtigen Moment auf den Auslöser.
Also ging es in die Overtime. Hier brachte die vierte Minute die Entscheidung. Die Crocodiles trugen einem 3-1-Angriff vor, wurden aber von Artem Bisliouk entscheidend gestört. Damit war der Konter eingeleitet. Tjalf Deichmann bediente Daniel Volynec, der alleine aufs gegnerische Tor zulief und den Puck durchs Fivehole einschob. Die etwa 15 Berliner Fans unter den 1165 Zuschauerinnen und Zuschauern hatten nun richtig Grund zum Feiern.
Ausblick
Der Sieg lässt FASS alle Chancen, das Halbfinale des OsWeNo-Pokals noch zu erreichen. Dafür ist aber ein Heimsieg am Sonntag gegen Lauterbach Pflicht.
Statistik
FASS: Slavinskis-Repe (Steffen) – Bisliouk, Licitis; Miethke, Falk; Kruggel, Abramov – Noack, Kubail, Braun; Volynec, Miguez, Deichmann; Beslé, Weihrauch.
Tore:
0:1 (33:51) Kubail (Falk, Fiedler) PP1, 1:1 (35:45) Bruns;
2:1 (43:02) Rakell, 2:2 (59:56) Fiedler (Miguez, Beslé) U;
2:3 (63:43) Volynec (Deichmann, Bisliouk).
Schiedsrichter: Nielsen, Ritter – Wollner, Froh.
Strafen: Crocodiles 17, FASS 14 + 20 (Abramov).
Zuschauer: 1165.
Schüsse: 32-44.
Face-off: 31-32.
Foto: Zaide Kielinger