Nichts für schwache Nerven

In einem nervenaufreibenden Spiel ringt FASS Berlin am Sonntagnachmittag die Salzgitter Icefighters mit 6:5 (2:3, 1:2, 3:0) nieder. Damit rückt FASS in Gruppe B auf Rang 3 vor, während die Icefighters trotz einer starken Leistung mit leeren Händen nach Hause fahren.

Das Spiel

Die Berliner mussten auf einige Stammkräfte verzichten. Wie so häufig in dieser Saison hatte man zu Beginn Probleme, ins Spiel zu finden, was Magat nach 63 Sekunden mit dem 0:1 bestrafte. FASS arbeitete danach hart und gestaltete das Spiel ausgeglichen. Tore fielen im ersten Drittel aber nur bei eigener Überzahl durch Daniel Volynec und Tjalf Deichmann (mit seinem ersten Treffer in rot-weiß-schwarz). Allerdings leistete man sich einige Nachlässigkeiten im Defensivverhalten, welche die Gäste durch Strakos und Balodis konsequent nutzten. So ging es mit 2:3 in die erste Pause.

Im zweiten Abschnitt sammelte das Team von Headcoach Patrick Pohl insgesamt 13 Strafminuten ein, darunter gleich zweimal eine doppelte Unterzahl. Eine dieser Gelegenheiten verwertete Nurminen zum 2:4. Zwar brachte Dennis Thielsch mit einem platzierten Schuss in den rechten Torwinkel seine Mannschaft wieder heran (38.), doch postwendend stellte Mahjoubi den Zwei-Tore-Abstand wieder her, nachdem die Gastgeber die Scheibe hinter dem eigenen Tor vertändelt hatten.

Jetzt musste eine Reaktion her – und diese kam. FASS bestritt den Schlussabschnitt mit Herz und Leidenschaft und entdeckte dabei auch die eigenen spielerischen Fähigkeiten zurück. Die Gäste blieben trotz des hohen Drucks der Berliner bei ihren Kontern gefährlich, konnten aber Marks Slavinskis-Repe nicht mehr überwinden. Und vorne klingelte es endlich. Aleksej Abramov markierte nach einer Einzelleistung das schnelle 4:5 (41.), und Tjalf Deichmann bugsierte in Überzahl die Scheibe in einer unübersichtlichen Situation zum Ausgleich über die Linie (47.).

FASS drängte jetzt auf den Siegtreffer. Und tatsächlich nutzte man das sechste Überzahlspiel des Abends zum vierten PowerPlay-Tor. Einen No-look-Pass von Kapitän Tom Fiedler verwandelte Nico Jentzsch 173 Sekunden vor der Schlusssirene zum umjubelten 6:5-Siegtreffer. Die verbliebene Spielzeit spielten die Nordberliner äußerst geschickt herunter; es gelang Salzgitter nicht einmal, den Torhüter gegen einen sechsten Feldspieler zu tauschen.

So bleiben die drei Punkte in der Hauptstadt. Besonderes Lob verdienten sich an diesem Nachmittag die jungen Neuzugänge Tjalf Deichmann, Aleksej Abramov und Aaron Beslé. Entscheidend war darüber hinaus das PowerPlay, welches endlich mal Ertrag brachte, während man bei eigener Unterzahl wenig zuließ.

Ausblick

Nach diesem stimmungsvollen Sieg geht es am kommenden Wochenende in Niesky weiter (Samstag, 14.11.26, 18:30 Uhr). Am Sonntag (15.11.26, 15:00 Uhr) kommt es zu einem reizvollen Vergleich im Erika-Heß-Eisstadion, wenn der aktuelle Tabellenführer der Regionalliga West, die Eisadler Dortmund, zum OsWeNo-Pokalspiel erscheint.

Statistik

FASS: Slavinskis-Repe (Steffen) – Kruggel, Falk; Heinicke, Licitis; Beslé – Balzer, Fiedler, Jentzsch; Volynec, Thielsch, Deichmann; Abramov, Miguez, Braun; Weihrauch.
Tore:
0:1 (01:03) Magat, 1:1 (05:40) Volynec (Thielsch, Falk) PP1, 1:2 (11:01) Strakos, 2:2 (19:19) Deichmann (Volynec, Thielsch) PP1, 2:3 (19:38) Balodis;
2:4 (25:21) Nurminen PP2, 3:4 (37:46) Thielsch (Beslé, Deichmann), 3:5 (38:21) Mahjoubi;
4:5 (40:54) Abramov (Beslé), 5:5 (46:18) Deichmann (Beslé, Falk) PP1, 6:5 (57:07) Jentzsch (Fiedler, Miguez) PP1.
Schiedsrichter: Metzkow, Schütz – Krüger, Niedermeyer.
Strafen: FASS 17, Salzgitter 14.
Zuschauer: 213.

Foto: Zaide Kielinger

FASS Berlin
Author: FASS Berlin

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